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Sriedrih Schleiermahens

fämmtlihe Werte

Dritte Abtheilung. zur Philofopdie

Fuͤnfter Band

| m * I _ Berlin, gebrudt und verlegt bei G. Reimer. 1839.

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Entwurf eines

Syſtems der Stttenlehre.

Aus Schleiermachers handſchriftlichem Nachlaſſe herausgegeben von u |

Aller Shweizer, Profelfor.

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ne. ‚Berlin, an gedruckt und verlegt bei G. Reimer. . | 1835.

»... 827 Narr:

| Friedrich Schleiermacher's lit exariſcher Nachlaß.

Bu '

3 ur Philofophbien Dritter Band | Berlin,

gedruckt und verlegt bei G. Reimer, 1835.

73.9 77° | nd . ": u - 2 | . er 4‘

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. Borwort des Herausgebers,

2*

Aus Schleiermachers ſchriftlichem Nachlaß wurde die große Menge von Manuſcripten uͤber philoſophiſche Sittenlehre dem Herausgeber zugetheilt, der nach Sich— tung und Prüfung diefer Papiere ſich mit Herrn Pre: Diger Jonas dahin verſtaͤndigte, daß keineswegs dieſel⸗ ben volftändig für den Drukk ſich eignen, wohl aber aus ihnen ein durcchgeflihrter Entwurf der Schleierma⸗ herfchen Sittenlehre gewonnen werden könne.

Man konnte ſich leicht aus der Befchaffenheit Dies fes Nachlaſſes überzeugen, dag er nicht bloß zum Bes huf afademifcher Borlefungen entflanden war, ſondern überwiegend aus der Abficht, einen Entwurf ‚der Ethik für den Drukk auszuarbeiten und der Vollendung im— mer näher zu bringen. Daß Schleiermacher dieſe Ab:

+

' viii

ſicht, wenn auch nicht mehr in den lezten Jahren,

doch fruͤher jedenfalls gehabt hat, beweiſen auch aͤußere

Gruͤnde; theils naͤmlich ſchrieb Schleiermacher ſelbſt auf

einen Bogen hin, derſelbe „muͤßte vorangedrukkt werden, dann aber doch das andre vollſtaͤndig fol- gen; *) theils Iefen wir Yin feiner 1819 in der Aka⸗ demie Der Wiffenfchaften gehaltenen Vorleſung „über die wiſſenſchaftliche Behandlung des Tugendbegriffs”:

„In meiner Kritit der bisherigen Sittenlehre habe ich,

„durch eine vergleichende -Zufammenftellung zu zeigen

„verſucht, wie wenig bis dahin noch die Sittenlehre

„als Wiſſenſchaft fortgeſchritten geweſen. Wie⸗ „wol ich ſchon ſeit langer Zeit in der Ausar—⸗ „beitung eines Entwurfs der Gittenlehre be— „griffen bin: fo verzögert. ſich doch die Vollendung „dieſer Arbeit ſo ſehr uͤber die Gebuͤhr, daß es mir „wenigſtens angemeſſen ſcheint, endlich einmal, wenn „auch nur ſoweit es ſich in einer Abhandlung von die⸗

| „ſem Umfang thun läßt, an einem einzelnen Punkte

„eine Probe mitzutheilen von dem Verfahren , welches „ih einzufchlagen gedenfe —.“ Belayntlich fuhr

er auch ſpaͤterhin fort, an demſelben Orte einzelne ethi=

ſche Abhandlungen mitzutheilen 1824 „über die wifs

fenfchaftliche Behandlung Des Pflichtbegriffs ,“ 1825 „uͤber den Unterſchied zwiſchen Natur= und Sittenge⸗

2) Und zwar ſchrieb ex „vorangedrukkt als Correctur da für das durchseſtrichene „vorangeſchikkt.“

IX

fez,” 1826 „über den Begriff des erlaubten,” 1827 ‚und 1830 zwei Abhandlungen „über den Begriff des hoͤchſten Gutes, .

Je mehr aber Schleiermacher der Ausarbeitung ethifcher Abhandlungen Zeit widmete, deſto weniger fcheint er unterdeffen feinen Entwurf der . Sittenlehre weiter vervolllommnet zu haben, fei es. gus Mangel an Zeit, fei es, weil er Durch jene Arbeiten das, was er für dieſe Wiffenfchaft vorzüglich zu thun wünfchte, ziemlich gefichert glaubte, Auf beides deutete er felbft bin, als der Herausgeber im Jahr 1832 ihn fragte, ob er feine Ethik nicht herausgeben wolle. Daber war Denn Schleiermacher in feinen Iezten Verfügungen über Den fchriftlichen Nachlaß für dieſen Theil‘ weniger bes forgt als für mehrere andere, indem er feinem Freunde Sonde fagte, Die philofophifche Ethik zu geben fcheine ihm uͤberfluͤſſig, denn jeder werde fie fih mit Hülfe Der Grundlinien und aus anderem, was bereits dfs fentlich vorliege, felbft zu machen im Stande fein,

So viel ift alfo ausgemacht, daß Schleiermacher ſelbſt viele Sabre Yang beabfichtigte, eine Ethik her auszugeben und aud wahrend vieler Jahre darauf hin gearbeitet hat, _ Diefe Arbeiten nebft dem, was er niederfhrieb als Vorbereitung auf Die von Zeit zu Zeit uͤber pbilofophifche Ethik gehaltenen Collegien an det Univerſitaͤt, ſind nun der zu benuzende Nachlaß, über

x | x

faſt alle Theile dieſer Wiſſenſchaft ſich fo reichhaltig ver⸗ breitend, daß als moͤglich erkannt wurde, einen voll⸗ ſtaͤndigen Entwurf der ganzen Sittenlehre daraus zu gewinnen, ohne zu Quellen Zuflucht zu nehmen, welche nicht unmittelbar vom Verfaſſer herruͤhren, alſo na⸗ mentlich ohne aus nachgeſchriebenen Collegienheften den Text ſchoͤpfen oder auch nur ergaͤnzen zu muͤſſen. War aber Dies moͤglich, jo konnte nicht zweifelhaft fein, Das Werk werde eine günftige Aufnahme finden und durch Herausgabe defjelben Schleiermachers Einfluß ’auf Diefe Wiſſenſchaft erſt recht ſicher geſtellt werden und zwar viel beſſer, als wenn jemand Collegienhefte haͤtte ab⸗ drukken laſſen. So beſcheiden alſo der Verfaſſer ſelbſt dieſen Nachlaß taxirte, halten wir es doch für unmoͤg⸗ lich, Daß. jemand aus dem ſchon gedrufften Schleierma=s _ chers Ethik ficher ſelbſt machen koͤnnte; ein berühmter Gelehrter fagte noch vor wenig Jahren, als Doch alles ethifche von: Schleiermacher bis auf das bier gegebene ſchon gedrufft war, er beneide mich, deffen Vorlefuns gen hören zu koͤnnen, denn ihm fei es ein Räthfel, wie der Mann, welcher durch feine Kritik jede Sonftruction der Erhif vernichtet zu haben fcheine, noch im Stande fei, eine folche pofttiv aufzubauen, | \

Diefe erfreuliche Ausſicht, nur aus 3 des Verfaſſers eignen Handſchriften den Text dieſes Entwurfs ſchoͤpfen zu duͤrfen, ſezte aber den Herausgeber in einige Verles genheit, indem er ſich fuͤr Bearbeitung dieſer Ethik be⸗

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reit erklärt batte bejondera nur, weil er in der Ans ſicht ftand, daß Eollegienhefte die Hauptquelle fein wuͤr⸗ den, und in Diefem Falle den großen Vortheil genof, Die : legten. Vorträge Schleiermachers im. Sommerfeme- fter 1832: felbft. fehr gemau nachgefchrieben und in Aus

zug gebracht zu: haben, Statt deſſen war nun eine

große Menge oft ſehr fihmer zu Iefender Manufcripte vor mir; ich mußte: alſo zuerſt die Ueberzeugung gewin- nen, daß es möglich fein; werde mich durch dieſe Maffe hindurchzuarbeiten, ehe ich, zum: Gluͤkk von: wenig amt- lichen. ‚Gefchäften in Anſpruch DrRONIaCH,. dieſee gewiß nicht geringen Muhr mich unterzog. | u

» . Die Manuſeripte Schleiermadhers. aber hhiloſophi⸗ | ſche Ethik theilen ſich hauptſaͤchlich in drei verſchiedene Bearbeitungen. derſelben: 1) die aͤlteſte, Brouillon von von 1805 betitelt, als fortlaufendes Heft ohne Para⸗ graphen⸗ oder ſonſt markirte Abtheilungen; Dies Heft erſtrekkt ſich faſt über Die: ganze Ethik his nahe an de ren Ende hin, und war ohne Zweifel nur zu Collegien⸗ vortrag beſtimmt, der auch noch 1832 in aͤhnlicher Weiſe ohne aͤußere Abſaͤze die Form eines folchen Heftes behalten hat. Dies Heft bezeichne ich mit (d. DD Die mittlere Bearbeitung in Form von lauter Paragraph: fäzen ohne beigegebne Erlaͤuterungen, den Abſchnitten ſchon eine Ueberſchrift gebend, alſo wahrſcheinlich mehr

mit Ruͤkkſicht auf eine einſtige Herausgabe abgefaßt un⸗ gefähr 18125 dieſe Hefte bezeichne ich mit (c).

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xii

3) Die neuern Bearbeitungen, der Form nach ſchon | auseinandertretend in Paragraphe und Erläuterungen, deren gegenfeitiges Verhältniß was den Umfang betrifft der Darftelung des theologifchen Studiums Nabe kommt, bisweilen aber mehr der Glaubenslehre, wahr⸗ fcheinlich um 1827 verfaßt; ich bezeichne fie mit (a). Nun finden ſich über einige Abfchnitte. noch Hefte, Die nach Zeit und Form zwifchen (a) und (c) zu ſtel⸗ len find, bald diefem, bald jenem ähnlicher; ich nenne fie (b). Eine. Behandlung der Tugendlehre, die dE ter fcheint als (d), bezeichne ich mit (e)., Endlich hat Schleiermacher npch 1832 für feine damaligen Vor⸗ leſungen eine durchgehende Reihe von einzelnen oft aus⸗ führlicheren Exläuterungen ‚auf Papierftreifen niederge⸗ fchrieben mit genauer Angabe, zu welchem Heft und in der Regel auch zu welchem Abfchnitte deſſelben jede ge- bören wolle. Als das neufte aber ungleichartige nenne ich diefe (2) und ftelle Dazu, was fih mit. der Jahr⸗ zahl 1832 verfeben fonft an Bemerkungen in andern | Papieren findet. | |

Aus Diefer Beſchaffenheit des handſchriftlichen Ma⸗ terials ergaben ſich mir, da ich auf feine Weiſe Forts oder Mitarbeiter fein will, fondern bloßer Herausgeber, folgende Grundfäze, nach denen verfahren werden follte weil konnte, |

1) Schlelermachers eigne haudſcheifelche Concepte koͤmen und follen nicht etwa bloß die Grundlage, fon:

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Dern den ganzen Text Diefes. Werkes ausſchließlich bil⸗ den, fo daß mas aus andern Quellen als Ergänzung oder Erläuterung beizufügen wäre, nur untechalbd des Textes als Note zulüſſi it:

2) Da fid) nicht Hefte aller Drei Llaſſen äber alle Abſchnitte erftrekfen: ſo iſt im Tert überall das neufle und am meiften ausgearbeitete zum runde zu legen, .. aus den frübern aber anzureihen, was zur. Ergänzung oder Erläuterung dienlich iſt; denn die Sache ſtellt fi ganz und gar nicht fo, als ob je die frühere Bearbei⸗ tung durch die ſpaͤtere uͤberfluͤſſig geworden waͤre. Je mehr aber die uͤber irgend einen Abſchnitt vorhandene neueſte Abfaſſung vom Verfaſſer ſchon in vollendete Form gebracht war, alſo ſich dem naͤhert oder das er⸗ reicht, was er ſelbſt haͤtte drukken laſſen: deſto weniger iſt aus aͤltern Papieren aufzunehmen; je weniger aus⸗ gearbeitet Dagegen Das jedesmal neuſte vorliegt, deſto

mehr hat man fich umjufehen in früherem, Damit wo .

Die Form noch unvollfommen ift, doch der Inhalt ge⸗ rettet werde.

3) Bei der fortſchreitenden Vervollkommnung die⸗ ſes Entwurfs der Sittenlehre in jeder ſpaͤtern Bearbei⸗ tung und bei den großen formellen Verſchiedenheiten der verſchiedenen Jahrgaͤnge iſt es rein unmoͤglich, Stuͤkke aus allen oder auch nur aus einigen. dieſer Hefte in Einen Guß zufammen zu bringen; wenigftens

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tönnte Dies nur durch eigentliche Ueberarbeitung ver⸗ fücht werden. ° Daher warde durchaus nothwendig, nicht einen einzigen Saz aufzunehmen ‚ohne zu bezeich- nen, welchem Heft er entnommen fei, damit Form und Alter des ganzen, von dem er ein Theil ift, in Ans ſchlag gebracht werde. Um dabei jede Weitläufigkeit und unnsthige Zerſtuͤkkelung des Textes zu vermeiden, mußte ich die ſchon mitgetheilte Buchſtabenbezeichnung anwenden auch auf Gefahr hin, daß unbillige darin etwas pedantiſches finden moͤchten. Zr

9 Erlauternde und ergänzen Nöten. waren. zu ſchoͤpfen Hauptfächlih aus guten Eollegienhefte, deren mir drei aus verfchiedenen Jahrgängen zu Gebote ftanden , worunter ein treffliches: Des ſel. Saunier. Am meiften konnte ich mein eignes benuzen, weil es die lezten und völlendetften Vorleſungen enthält, nicht minder jedoch weil mie bei der Wertrautheit mit Diefem Hefte das Auffinden aller Maserien ſehr leicht wurde, während in andern, : die gar | nicht überall den Stoff im einzelnen an demfelben | Orte haben, diefes Auffuchen eben fo muͤhſam war alg Ä bisweilen. das Entziffern der fremden. Schrift. Ferner find alle Noten, die Feine Quellen angeben, ale Er | Yäuterungen des Herausgebers anzufehen, fo wie auch | Die eingeflammerten Citate im Zerte ſelbſt. Endlich ‚mußten wegen zu großer Ungleichheit Der Darftellung Schleiermarhers akademiſche Abhandlungen aus Den '

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Texte gänzlich weggelafien und auch in den Noten faſt nur durch Citate auf dieſelben verwieſen werden. I Mit dieſer Darlegung der objectiven Grundfige | Hoffe ich zweierlei zu erreichen, zunaͤchſt daß weder Veranlaſſung fei, den Verfaſſer zu tadeln, wo nur der Herausgeber zu tadeln waͤre, noch dieſen, wo Unvoll⸗ kommenheiten im Zuſtand der Handſchriften ihren Grund haben; ſodann, daß dieſen Grundſaͤzen mehr als einer bloßen Verſicherung auch die Verbindung mit den noͤthigen ſubjectiven werde zugetraut werden betreffend Sorgfalt, Fleiß, Treue und Puͤnktlichkeit. Gerne geſtehe ich, in der Befolgung dieſer Geſeze, wo es ſchwierig wurde die parallelen Materien aus ganz anders angeordneten verſchiedenen Papieren und bei hin und wieder ſchwer zu entziffernden Stellen der im allgemeinen zwar deutlich gehaltenen Schriſtzuͤge heraus⸗ | zufinden, bedeutende Erleichterung gefunden zu haben theils in einer ganz befondern Vorliebe, welche ich zu gerade diefem Werke Schleiermachers hege, theils in Der Pietät gegen den Mann, welcher fo anregend auf mid) gewirkt. hat, tbeils in der Ruͤkkſicht auf: den bes Deutenden Kreis von Männern, welche eine fo treu wie möglich mitgetheilte Ethik von Schleiermacher freudis aufnehmen u und gründlich prüfen. werden. |

Bei allem dem würde do ‚meine Arbeit nicht den vorliegenden Grad von Präcifion und Vollſtaͤn⸗

xyr Bigkeit haben, wenn nicht, da der Drukk nur in Berlin | veranftaltet werden fonnte, Correctur und Revifton alfo von meiner Seite unmöglich wurde, Here Prediger Jonas, der mir Durh Kath und That bei der Arbeit Hilfreich geweſen iſt, fih Hätte bereit finden laffen Die pünftlichfte Reviſion zu übernehmen. Dadurch ift mir die Beruhigung geworden, daß diefer mit den Hands ſchriften ſo vertraute Freund des Autors mit mir den Leſern buͤrgen kann fuͤr jedes aufgenommene Wort, in⸗ dem bei dieſer Reviſion alles noch einmal verglichen wurde. Oeffentlich ſpreche ich gegen ihn meinen herz⸗ lichen Dank aus fuͤr eine ſo ſeltene ſo hoͤchſt zeitrau⸗ bende und muͤhſame Unterſtuͤzung; beſonders auch da⸗ fuͤr, daß von meiner Erlaubniß, aus von mir wegge⸗ laſſenen Stellen noch was zwekkmaͤßig ſcheine aufzus nehmen, ein wohlthaͤtiger Gebrauch iſt gemacht worden; denn fo find theils einige Stellen, die ich nicht entzif⸗ fern konnte, entziffert, theils einige brauchbare Erlaͤute⸗ rungen, die ich weniger beachtete, gewonnen, namentlich die fonft noch Fürzere Tugend- und Pflichtenlehre .das durch erweitert worden, daß bei der Kevifion für jene das Manuſcript (e), und für Diefe das Manufeript Ccc), welche ich weniger benuzt hatte, ganz eingefchals tet worden find. Hinfichtlich eines einzelnen Punktes bemerke ih noch, daß wenn es nod möglich waͤre, nach) unferm beiderfeitigen Dafuͤrhalten $. 91 wieder fo gegeben würde, wie er in (a) fih findet und die cors \ tigende Stelle aus (2). bloß als Anmerkung beigefügt,

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denn us iſt Die‘ Correctur doch nicht durch alle Theile des Werkes vollſtaͤndig hindurchzufuͤhren geweſen. Es ergiebt ſich nun aus den obigen Grundſaͤzen, was für ein Reſultat uns entſtehen konnte. Uebar vie⸗ les dfirfen wir. ung freuen, andres freilich nur bes dauern. Freuen, daß dieſer Entwurf der Sittenlehre "ganz aus. des: Verfaſſers Handſchriften genommen wer⸗ den konnte, in fo "fern. alſo ſein Werk: iſtu welehes er ‚mit vieler Sorgfalt durch Jahre langen Fleiß der Bol- lendung angenaͤhert hat; Daß wir einen bedeutenden Abſchnitt noch fo haben, wie der Verfaſſer ſelbſt ihn für den Drukk abgefaßt hatte; daß wo dies nicht mehr der Fall ift, dafuͤr dem Leſer ein BER in die Gene⸗ ſis diefes vom Geiſte des Autors nach und: nach im⸗ mer Flarer angefihauten und dargeſtellten Spfteing ver: goͤunt wird, wobei Der Herausgeber am : meiften be⸗ wundern mußte, wie ſo fruͤh ſchon Schleiermacher das wefſentliche in ſeinem Bewußtſein getragen: hat. Kürz als Nachlaß betrachtet, duͤrfen wir dieſes Werk nur mit Freude begruͤßen. —Aber eben als: Nachlaß Hlelbe 08: natuͤrlich hinter einem fertigen Werke zuruͤkk. Wir bedauern zwar keine weſentliche Unvollſtaͤudigkeit des Stoͤffes, aber mancherlei Undollkonimenhriten vbeſonders ver Form, namentlich eine große Ungleichartigkeit dar Mitte gegen das: übrige, Inden leider für den dritten Ab⸗ ſchnitt der Güterlehre und einen Theil auch ſchyntdes zweiten, im ganzen von $. 239 bis $. 291 feine Hand: b

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Schrift der Zten Claſſe vorhanden. iſt, fondern bloß eine der 2ten Grundlage werden ‚mußte, Die nicht nur viel unvollendeter überhaupt ift, fondern eine ganz andre Form bat, nämlich ‚bloße Paragraphfäze. ohne weitere Erläuterung. Unmoͤglich ſchien bier auf einmal Diefe Form eintreten zu koͤnnen, zumal- der Verfaſſer felbft :den .einzufchlagenden Weg eine Strelle weit noch ges zeigt bat, indem. er je zu einer Anzahl. ſolcher Para⸗ graphen an den Kand hin gleichfam “einen Oberpara- graph aͤnmerkte, deſſen Erlaͤuterung nun die anderen wurden, obgleich freilich die abgeſchnittene Paragra⸗ phenform fuͤr Erlaͤuterungen ſehr hart und auffallend ‚bleibt. Wo nun der Verfaſſer aufgehört hat einen -oberften $ anzumerken, blieb nur die unvollkommene Auskunft. übrig, aus. einer zufammen gehörigen Reihe ‚von $$. den dazu am beften ſich bergebenden über Die andern, welche nun feine. Erläuterung wurden. hinauf⸗ zuftellen, aber beim ſtrengen Grundſaz nichts aus. mir hineinzuſchreiben oder zu ändern, gelang es leider nicht zu: meiner Zufriedenheit, ja wenn ſich jezt noch ändern ließe, würde ich wahrfcheinlich die Gleichmaͤßigkeit ‚Der ‚Form lieber aufopfern ‚als zugeben, Daß. wie Herr Jonas mir fehr. wahr bemerkt, hie und da ein .$ offen- bar nicht ganz genau zu dem Erläuterungen ‚paßt, dieſe felbft aber bisweilen an. Zufammenhang . möchten ver Ioren haben dadurch, daß ein Stuͤkk aus ihnen ale Paragraph oben an geftellt werden mußte,

XIX

Ebenſo geſtehe ich das ganze betreffend als eine verwandte Unvollkommenheit ein, daß oft Saͤze aus aͤltern Heften, die mit dem zu Grunde gelegten gar, nicht parallel gehen, nicht mit. der wuͤnſchbaren Pra- cifion gerade und nur zu Dem $ paflen, an deffen Er⸗ laͤuterung fie angehängt find; wo fie gleich fehr zwei

auf einander folgende $$ erläutern, ftellte ich fie in dee

Kegel zum erftern bin als natirliche Uebergaͤnge zum ſolgenden.

Die Form, wo nicht der Werfaſer ſelbſt fe v vol Vendet bat, ift num einmal Doch unvolllommen, Daher fhien es nothwendiger nah Vollftändigkeit des In⸗ haltes zu ftreben, (weshalb denn miederholende Paral⸗ Velen, die weil anders ausgedrüfft darum oft am beſten erläutern, gar nicht ausgefchloffen wurden,) als auf Koften deſſelben die Form zu verfolgen. Jedenfalls ift Das Buch nur für wiffenfchaftlich gebildete geeignet, Folglich Fanın beim Lefer vorausgefezt werden das Ver⸗ mögen die vollendetere Darftellung, wie die neuern Hefte fie geben, aufzufaflen, und das Streben zurüffgeblieb- nere Abſchnitte für fih nach jener umzugeftalten, da⸗ mit annähernd wenigſtens das Ineinanderaufgehen von Stoff und Form erreicht werde. Die gewuͤnſchten

Leſer werden auch durch die oft in Sprache und Dar⸗

ſtellung etwas fremdartigen Anhaͤngſel aus aͤltern Pa⸗ pieren ſich Einheit und Faden der vorzugsweiſe zum Grunde gelegten Redaction nicht entruͤkken laſſen.

XXx. Hauptſache fuͤr eine erſte Herausgabe ſchien Treue und Vollſtaͤndigkeit in Mittheilung des Materials; iſt oinmal durch dieſe der Inhalt für immer ſicher geſtellt: ſo moͤchte eher ſpaͤtern Herausgebern verffattet. fein, zu⸗ | gleich "bearbeitend .und vervölllommnend. zu verfahren. Eine ſolche Vollendung müßte fehr erleichtert werden durch den ſtrengen Organismus des ganzen, der bei Schleiermachers ‚Eintheilungsmeife jedem Theile immer zwei auf verfehiedene Art parallele gegenüber fellt, Die eine gleichmäßige Darftelung fordern. Ich hoffe Durch Beifigung eines überfichtlichen Anhaltsverzeichniffes diefes anfchauliher zu machen und das Verſtaͤndniß des Werks: fchon von vorn ‚herein zu erleichtern, Damit man gleich erkenne, was fir ein ſchoͤnes organifches ganze aus Schleiermachers Geift uns geboren. ift. ind im November 1835. Aler. Säweizer

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NAugemeine Einleiting. 9. 1 12. S.1 84. I. Bedingungen fuͤr die Darſtellung einer beſtimmten Wiſſenſchaft. F. 1 - 21.. .. .®& 1- ‚12 2. Ableitung des Begriffs der Sittenlehre. g. 2261. _ 3 37 “MI. Darlegung des Begriffs ber Sittenlehre. d. 62 109. + . Dr Wer \ % . 88 7 IV, Geftaltung des Sittenlehre. $. 10 12. . U B4

Der Sittenlehre erfter Theil, - Lehre vom böchften Gut; & 1233 29.

u ©, 85 377. Bu on Einleliung. SB - UM en “u Erfte Abteilung. |

Grundzüge. $. 145 197. ©. 103 171. Die Bernunftthätigkeit ift organifirend und ſym⸗ bolifirend. 18-16 . 2 0: 0. 108— 116 Die Vernunfttgätigkeit iſt identiſch und indivis - ne duell. 157 —159. - a. 165 IM. Sombination beider fi Ereugenden Sheiluns ' gen..-$ 160 176. . &. 120 142. Das Organiſiren im Charakter ber Identitaͤt bildet ba&- " : Verkehr. 10 —I 2 ne 40 1

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XXII

Das Oxqaniſiren im Charalter her Indivibualitaͤt bilbet das Eigenthum. F. 163 16T. «- . B. 123 129 Das Gpynibolifiren im Charakter der Identitaͤt iſt has - Wiſſen. '& 168 171» ® ® © ® 129 136 Das Symboliſiren im Charakter der Individualität ik bas Gefühl, .1R 176. . - 15-12 Ver haͤltniß der Einzelnen unter einander in | biefen verfhiedenen Beziehungen. $ 177 = 1. ©. 12 156. | Sm Verkehr if es das Verhautmnis bes Rechts. §. 177. 178. + ® . 0 0 0 v— 142 145 Sm Wiffen das Verhaͤltniß des Glaubens, 81 180. . ‚vs . oe. [\ . 0 146 149 Im Eigenthum das Verhaͤltniß der freien Geſel⸗ ligkeit. 5. 181. 122.. 21460 162 Im Gefuͤhl das Verhaͤltniß der Dffenbarung. IE ee 1630 156 Kothwendigkeit und Natur des Maaßes für " bie fittligen Gemeinſchaften. $. 185-197. 156 111

2 Bweite Abtheilung - Elementarifcher Theil oder Ausfuͤhrung der Gegen fie 818-357. © 172 36

L Die organifirende. Shätigkeit. a Gang im allgemeinen betrachtet. 8. 198 ' TE ne IR 187 Sie zerfaͤllt in nn u Gymnaſtik. 8. 205. ©. 178. 179. Mechanik. : . $. 206. S. 179.:180. Agrieultur, 5207: ©. 180; 188. " - Sammlung. $. 208. ©. 181. 182% in b. unter ihren, entgegengefezten Charakte⸗ | zen 8. 213 233, ©, 187 214 1. Dem ber Identitaͤt. (Theilung ber Arbeiten und J Tauſch.) CME: 2. ee 467 —- M 2. Dem der Sndivibwalität. Hausucht unb Sa u lichleit.) LE - 2333. MM 214

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u. Die ſymboliſirende Thaͤtigkeſtt. a. Ganz im Allgemeinen betrachtet, 5,234 h 24. . ® . . . . BL ER Du 6. 214.7, 2M b. unter ipren entgegengefegten Sharattis F . ren. g. 246 237. ©. Bi 266. en 2 42 4. Dem der Identitaͤ. LAUT ui u 23. Dem | ber Individualitaͤt. 8. 233.257, Yr J 21 256 Dritte Abtheilung. link Gonfiructiver Theil ober von den vollkommenen ethi⸗ ſchen Sormen.- . 258 —- 291. ©. 25NE- IN . ET" Bon den Geſchlechtern / der Bamiilte, und’ der‘ Malie” °" naleinheit. (Zuſammenſein beider ethiſchen Benctios “werte beiden Charakteren.) 8.288. 267..- < - BE - 273 Bom Staat: - (Die Korm,-Bte:fich auf bie KBentifäporgas EEE EEE « nifirende Thaͤtigkeit bezieſte) 5 268. ATI: 2.20 374 290 Bon der nationalen Gemeinſchaft des. Wiſſens. (Die

Form, die ſich auf die identiſch —— Thaͤ⸗ J 43 io? ol sale) STB AR. mini. mm RO Bon. ber freien Gefelligkeit. (Die Form, pie A, auf. BE... ur: og

individuell organifirenbe Spätigteit bezieht.) g. 983 ;

086. + + 0 . o 0 0 0 307 f 315 Von der Kirche. (Die Form, die ſich auf die indivi⸗

duell ſymboliſirende Thaͤtigkeit bezieht.) 8. 287

2u8.22316 37

Der Sittenlehre zwetter Theil. Tugendlehre. $. 292 317, S. 323 418. | Einleitung. LM MT. 2 een = 39 A. Die Tugend ald Gefinnung. $. 298 309. S. 349 385. | Ginteitung. $. 208. ee 39 350 1. Die Weihe 209 U. + +. 350 364 2 Die Liebe. 8035 09. » . . . 364 385

xxxuiv

B. Die Zuged als Fertigkelt. de 10 817. F G. 282 1a u u

I . , R .2 Einleitung. S. 310 31% 0 9 22.. © 385 Die Beſonnenheit. $. 313 zia. ae Eng 2. Hie Beharrlichkeit $. 316 - 317.” j * 4 =

wg Sittenlehre dritter Theil. = Pflichtenlehre. $. 318 356. E. 449:. AIR. nein Einleitung. $ 318 33%.” 2. wie ii Zee HR. A. Uuiverſelle Seite. $.. 333 . 342, . S. 80.— 469. . DE de Ban ber Meittpfliht, 188. 897, en A 2. Ron ber Berufäpflichte Sr 338 348... . PR w2 -B.: Indie viduelle Seite. $: 43 356: S. 460- 27% Borbemerkung. EEE ER u . 7 Hab _ DE BR ver Benifenspfiiät, g. = "u. ee 2. Kon ber Eisen $ u 36, Du BE 16-4

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Allgemeine. Einleitung. - (a)

l Bedingungen für die Darftellung einer beſtimm⸗ ten Biffenfhaft *).

1, Sau irgend eine befondere Wiſſenſchaft voll- kommen Dargeftellt werden: fo darf fie nicht rein für fh anfangen, fondern muß ſich auf eine Höhere, und zulezt auf ein hoͤchſtes Willen beziehen , von welchem Alles einzelne ausgeht. J Einer beſonderen Wiſſenſchaft find nothwendig mehrere bei⸗ geordnet. Jede ſei Entwikkelung einer beſtimmten Anſchauung: ſo gehoͤren dieſe entweder zuſammen als Theile einer groͤßern, aus welcher allein ihr Zuſammengehoͤren kann verſtanden wer⸗ ben, und fo fort bis zu einer hoͤchſten alles unter ſich begreifenden | nfhauung, welche dann ber Gegenfland der höchften Wiſſen⸗

ſchaft wäre; oder fie gehören außeinanber, und auch dann iſt

Ein aͤlteres Manuſcript, bie drittlezte oder zweite Bearbeitung N die wir mit (c.) bezeilhnen, ſezt dafür, ‚Uebergang von ber Kritik zur realen Darſtellung. Ron bier an bis wir etwas andres anzeigen iſt die vierte alfo Iezte Bearbeitung diefer allgemeinen Ginleitung wiebers gegeben, die wir mit t (@) bezeichnen.

Ethit. . U

2

jede nur vollkommen Wiſſenſchaft, wenn dies Verhaͤltniß mit⸗ gewußt wird, deſſen Erkenntniß dann das hoͤchſte Wiſſen waͤre.

Jede beſondere Wiſſenſchaft ſei ein ganzes von Folgerungen aus einem beſtimmten Punkt: ſo iſt dieſer entweder als ein un⸗ tergeordneter ſelbſt durch Folgerung gefunden bis auf einen hoͤch⸗ ſten, der mit der Art ihn zu finden zugleich nothwendig und urſpruͤnglich geſezt iſt durch das hoͤchſte Wiſſen, ohne welches dann auch jene Wiſſenſchaft nicht vollkommen iſt; oder die An⸗ fangspunkte aller beſondern Wiſſenſchaften find jeder für ſich ur- ſpruͤnglich gefezt, “und dann find fie nur vollkommene Wiſſen⸗ ſchaften, wenn dad Verhaͤltniß ihrer Anfänge unter fich gewußt wird, welches dann das höchfte Wiffen wäre.

(z.)*) Eine einzelne Wiffenfchaft ann nicht für fich fertig wer- den. Kann man von einem höchften Willen ausgehen Durch Entge: genfezung: fo kann alles einzelne von oben herab ald Wiſſen wer: den. Aber jenes höchfte Wiffen kann kein beftimmted Sein als | Gegenſtand außer ſich haben, denn dieſem muͤßte anderes coordi⸗ nirt ſein. Es kann alſo nur ſelbſt fein Gegenſtand fein. Sol⸗ len aber von einem ſolchen aus die einzelnen Wiſſenſchaften zu Stande kommen: ſo muͤßte es zugleich den Theilungsgrund fuͤr dieſe in ſich enthalten. Man hat beides nicht immer verbunden. Seit Ariſtoteles faſt immer Metaphyſik und Logik getrennt, erſtere dann ſelbſt wieder mannigfaltiges und nicht die Gefammtconftruc- tion enfhaltend. Neuerlich mehr zur Einheit zuruͤkkgekehrt, und jedes Syſtem ſeine Encyklopaͤdie. Daher mehrere gleichzeitige Geſtaltungen derſelben Wiſſenſchaft, Phyſik mechaniſche und dyna⸗ miſche, Ethik eudaͤmoniſtiſche und imperative. Bei ale Verfahren alfo auch Einfeitigkeit zu beforgen.

) Diefe als das neufte einzuflechtenden einzelnen Geläuterungen, | die &. zum Behuf feiner Vorlefungen von 1832 nicderſchrich, bezeichnen wir durch (z.).

3 (c)*) Die Mittheilung einer befondern Wiffenfchaft für ſich kann keinen abfoluten Anfang haben. Die einzelne Wiffen-

(haft kann auch nicht einen unmittelbar gewifien Sa; an ihrer Spige haben.

9. 2. Auch in ihrer Ableitung vom böchften Wiſ⸗ |

fen kann eine untergeordnete Wiſſenſchaft nur mit den ihr beigeordneten und entgegengefegten zugleich vollfoms men verftanden werden. Jede fei von den andern verfchieden nur durch den Gegens fland: fo ift das Herausnehmen eines beflimmten Gebietes aus einer allgemeineren Anfchauung nur begriffen, wenn auch das nicht mit eingefchloffene in feinem Verhaͤltniß zur hoͤhern An: ſchauung ausdruͤkklich begriffen iſt; und eine beſtimmte Reihe von Folgerungen aus einem Punkt iſt nur begriffen, wenn bie übri- gen ebenfalls in Abficht auf ihren Urfprung aus demfelben Punkt begriffen find.

Jede fei von ben andern verfchieben auch durch das Berfah: ven: fo ift auch das beſtimmte Verfahren in einer jeden nur voll kommen erkannt, wenn. das neben ihm beftehenbe als ſolches auch erkannt iſt.

83. Außer der Ableitung vom hoͤchſten Wiſſen betrachte find alle befonderen Wiſſenſchaften nur ein Werk der Meinung.

Wenn Geſez der Ausſonderung einer Maſſe des Wifſens aus dem ganzen, und Unterſchied des eingeſchloſſenen und nicht eingefchloffenen nicht erkannt iſt: ſo iſt es nur will führlich, daß und wie man einiges Wifjen anderem entgegenfezt und von bem übrigen gefondert zu einem ganzen bildet. Die

Willkuͤhr im Denken aber iſt Meinung | Ä *8*

) Mit (c.) bexeichne ih die drittlezte oder der Zeit nach zweite Bear⸗

beitu nu | 42

ji

4 (b.)*) Wenn aber. das. Gefez der Ausſonderung und das Weſen des nicht ausgefonberten gegeben iſt: fo ift aus ber hoͤch⸗ ſten Wiſſenſchaft ſelbſt abgeleitet. | | $. 4. In wiefern etwa das hoͤchſte Wiſſen ſelbſt ein mannigfaltiges, Wiſſenſchaft, waͤre: ſo wuͤrde von dem einzelnen darin enthaltenen das obige $ 2 und 3 ‚ebenfalls gelten. Denn dieſes einzelne wäre eben fo nothwenbig einander beis geordnet und entgegengefezt, entweder durch Abflammung von ei-

nem böchften Anfang oder fchlechthin, und ift nur vollkommen

verflanden, wenn diefed Verhaͤltniß verftanden ift.

(b.) Inwiefern jeded einzelne beflimmte Wiffen als ſolches ein anderem entgegengeſeztes fein muß, gilt eben dieſes auch von al⸗ lem einzelnen Wiffen, dad in der oberften MWiffenfchaft felbft bee griffen wäre, in Beziehung auf den oberſten Saz derfelben.

§. 5. Das höchfte Wiſſen iſt aber auch nur voll⸗ kommen verſtanden, wenn das beſondere untergeordnete vollkommen verſtanden iſt.

Denn bildet beides keinen Gegenſaz: ſo iſt auch Has höchfte

Wiſſen nicht das höchftez ift beides entgegengefejt> fo ift auch je⸗

des nur verſtanden mit ſeinem Gegenſaz zugleich.

(b.) Jedes Auffaflen eines MWiffend mit feinem Gegenfaz ſezt voraus ein Wiffen deffen, was durch diefen Gegenfaz getheilt if, und jedes Auffaffen eined einfachen Wiſſens ift zugleich ein Wiſſen deffen, was darin entgegenfezbar iſt.

$. 6. Alles Wiſſen kann alſo nur insgefammt zu⸗ gleich vollendet ſein und vollkommen.

Wegen 1, 2, 4 und 5, da alles Wiſſen entweder ſchlechthin

) Mit (b.) bezeichnen wir die vorlezte Bearbeitung, welche wie die ihr ent⸗ nommenen Saͤze zeigen, nicht ſchon in $$ und Erläuterungen verar⸗ beitet, fondern bloß in Form von $$ vorliegt gleich ber drittlezten c. Uneingeklammerte Citate find vom Verfaſſer.

—— ——

5

einfach ift und dann das höchfte, ober abgeleitet zufammengefejt : alſo entgegengefezt, und dann in: ein beſtimmtes Gebiet des Wiſ⸗ ſens, eine Wiſſenſchaft, gehoͤrig.

Anmertung, - Bon bier aus kann man 1) alles Intereſſe am Wiſſen für Wahn erklaͤren und alle Bearbeitung ber BVorftellungen nur auf den Empfindungszuftand beziehen, 2) die Wiffenfchaft aufgeben aber doch eine Läuterung der Meinungen und Ausmerzung bed Irrthums anftreben, 3) bie Wiſſenſchaft im hoͤchſten Sinn anſehen als das in⸗ nerlich vollendete, aber zugleich erkennen, daß die wirkliche Wiſſen⸗ ſchaft ſowol als auch die wirkliche Darſtellung des hoͤchſten Wiſſens immer nur Abbild ſein kann, in der Annaͤherung begriffen. | $. 7. Bis dahin ift kein Grund, weshalb nicht.

das Willen auf allen Punften zugleich ſollte im Wer⸗ den begriffen fein *). | |

Da ſowol niedered und hoͤheres als beigeordnetes mb ent⸗

gegengeſeztes in der Vollendung gleich ſehr durch einander bedingt, und jedes ein gleich nothwendiger Theil des ganzen iſt: ſo kann jeder Punkt gleich gut Anfangspunkt werden durch die Richtung auf das Wiſſen überhaupt, und jeder Anfang ift gleich unvoll⸗ kommen.

% 8. Die Darfteltung einer einzelnen Wiſſenſchaft ann. unvollfommen anfangen, entweder indem fie auf fein hoͤchſtes Wiſſen bezogen ſondern unabhängig hin⸗ geſtellt wird, oder indem ſie von einem hoͤchſten Wiſſen abgeleitet wird, das aber ſelbſt nirgend vollkonmen vorhanden und dargeſtellt iſt.

Im erſten Sal will r ſich innerhalb ihrer Grenzen mög:

*) In- den Vorteſungen 1832 a ee in diefer Hinficht, Man muͤßte ent⸗ weder uͤberall zugleich anfangen, oder es ſei gleichguͤltig wo man an⸗ fange, aber dann ſei alles